Das Dirigentenleben geht auch nach “EnDe 2010″ weiter! Diese wohltuende Erfahrung machte ich in den vergangenen Wochen mit dem Beginn meines Auslandssemsters an der Züricher Hochschule der Künste. Bis Ende Januar 2011 werde ich in Zürich bei Prof. Johannes Schlaefli studieren und die Schweizer Kulturszene genau beobachten und erleben. Mit dem heutigen Tag kann das Semester für mich endlich richtig starten – alle Meisterkurse, workshops, größere eigene Konzerte sind für 2010 vorbei – jetzt beginnt eine Zeit des Lernens, nach der ich mich schon lange gesehnt habe. Die letzten zwei Monate waren nämlich voll von Praxis…
Zunächst einmal der wichtige Link auf die Seite über EnsembleDeutschland 2010 von unserem Verein pro ensemble e.V.
Unter www.ende2010.de gibt es jede Menge Informationen zu diesem einzigartigen Projekt, allen Mitwirkenden und auch einige Interessante Medienerzeugnisse rund um “EnDe 2010″.
Wer gerne das komplette Programmheft in digitaler Form lesen möchte, kann hier das PDF herunterladen: Programmheft EnDe 2010
Die Konzerte in meiner Heimat (Görlitz und Dresden) waren großartige Erlebnisse in völlig verschiedenen Räumen (große St. Peter und Paul Kirche in Görlitz bzw. Konzertsaal Dresden). Das Konzert im Aachener Dom war emotional wahrscheinlich das stärkste für mich (ich dirigierte direkt in der Mitte des Oktogons, unter dem berühmten Leuchter und hatte steil über mir den Blick auf die Lehne des Kaiserstuhls).
Beim Schütz-Psalm hat das Ensemble dieses beeindruckende Bauwerk wunderbar ausgefüllt und die Ruhe des Publikums um die Ausführenden herum ergab einen wunderbaren Kontrast zu dem geschäftigen, lauten Leben tagsüber im Dom, wenn bis zu 10 Touristengruppen parallel in vielen Sprachen und alle Ecken des Gebäudes geführt werden. In Dortmund und Bremen fanden die musikalisch “besten” Aufführungen statt (meine Befürchtung, dass die Spannung nicht über 5 Konzerte gehalten werden kann hat sich überhaupt nicht bewahrheitet )– die unterschiedlichen Räume haben immer wieder höchste Wachsamkeit und Konzentration gefordert – trotzdem merkte ich, wie sich das Programm immer mehr einspielte und dadurch viel „von selbst“ ging!
Außermusikalische Höhepunkte stellten die Begegnungsmöglichkeiten bei den Empfängen nach den Konzerten ebenso dar, wie die nachhaltige Gemeinschaftserfahrung mit dem gesamten Ensemble während der Proben in Herrnhut und Dresden und auf der Konzertreise quer durch Deutschland.
Auch auf diesem Weg nochmal mein herzlichstes Dankeschön, allen die zur Realisierung dieser “verrückten” Idee beigetragen haben. Allen voran dem “Schirmherren” Prof. Dr. Hans Joachim Meyer und dem Bundesministerium des Inneren, sowie den Kooperationspartnern Evangelisches Studienwerk Villigst e.V. und Hochschule für Musik, Dresden.
In den letzten Wochen reiste ich von Zürich aus noch zu diesen sehr interessanten musikalischen Aktivitäten…
- 13.-15. Oktober Workshop “Selbstmanagment für Dirigenten”
Seminare in Bonn, Gesprächsrunden und Philharmoniebesuch in Köln, Gesprächsrunde und Besichtigung des Schott-Verlags in Mainz - 17.-21. Oktober Orchesterworkshop mit der Philharmonie in Hradec Kralove
Brahms 3. Sinfonie / Stravinsky Feuervogelsuite (1919), hier zu meinen Videos vom Konzert:
Brahms 3. Satz
Stravinsky Suite Anfang - 30./31. Oktober Proben und Konzert mit dem Kinderchor der Staatsoper Berlin
Das Zauberwort von J. Rheinberger - 5.-8. November Chorwerkstatt mit Kammerchor Saarbrücken und Prof. Georg Grün in Saarbrücken
26. November 2010 um 3:22 |
Danke für EnDe 2010.